Mit der Mundharmonika Lieder begleiten – der Pattern Trainer

In den Video-Kursen „Begleitinstrument Bluesharp – mit der Mundharmonika Lieder begleiten verwenden wir ja Rhythmus-Pattern als Basis, ähnlich der „Strumming Pattern“ für die Gitarre.
Und diese Pattern gehören natürlich geübt – nur so gibt es Sicherheit im Spiel und du kannst dich auf Variationen und Erweiterungen konzentrieren.

Zu diesem Zweck habe ich diesen „Pattern Trainer“ erstellt: Ein „Blub“-Ton gibt an wann du einen Blas- oder Ziehmehrklang spielen sollst, eine Pause ist natürlich auch als solche zu sehen und wird mit Stille umgesetzt. Der „Blub“ ist dabei Ton-Neutral und gibt nur die Rhythmik an. Einfach dein Wunschpattern aus der Liste auswählen, das Tempo einstellen und „play“ – schon kannst du mitspielen, trainieren und Routine sammeln!

Und für experimentierfreudige Begleiter – am Ende der Pattern-Auswahlliste auf „– Eigenes Pattern –„ klicken und schon erscheint ein Eingabefeld für ein eigenes Pattern. Voreingestellt ist „1+2+3+4+“, da eine Zahl oder ein + durch ein „_“ ersetzen und schon ist das Pattern angepasst. Das dann wiederholen bis das Pattern so wird wie gewünscht… 😉

 

In den Videokursen sind ab sofort auch diese Pattern samt Trainer eingebunden. Also gleich nachschaun und mit den dort notierten Songs und diesen Pattern trainieren… 😉

Rhythmische Grüße, Reynhard

P.S.: Was „1_2+3_4+“ bedeutet wird natürlich auch detailiert in den genannten Videokursen erklärt und angewandt…

Gfrei Di Friday #22: „Humours of Whiskey“ – Paddy Richter

 

Die Paddy Richter Stimmung ist eine Sonderstimmung der Bluesharp. Der Unterschied zur klassischen Richterstimmung ist der Blaston im Kanal 3, der um einen Ganzton erhöht wurde. Dadurch eignet sich das Instrument sehr gut für die irische Musik, für Jigs und Reels.
Und einen der bekanntesten Jigs habe ich hier hochgeladen:

Erklärungen zur verwendeten Tabulatur findest du in diesem Post: "Die verwendeten Tabulaturen – kein Notenlesen nötig"

 

Mehr Irland geht kaum, viel Spaß damit, Reynhard

Nachgemachtes, und der meist gespielte „Song“ ever…

Viele Songs und Hits sind gecovert oder im Kern von bekannten oder auch unbekannten Komponisten „abgeschaut“ – oder besser gesagt „abgehört“.

Beispiele gibt es viele, z.B. der Hit „Seven Nation Army“ von „The White Stripes“. Auch wenn der Herr White das anders sieht und rhythmisch doch ein kleiner Unterschied ist – Anton Bruckner schrieb die ikonische Tonfolge schon über hundert Jahre vorher. Vergleich: The White Stripes vs. Anton Bruckner
Und auch die Gangster-Story von Coolio ist zu einem großen Teil das Werk eines anderen: Coolio vs. Stevie Wonder

Auch der meist gespielte Song – oder eher gesagt die meist gespielte Tonfolge – ist ein kleines Juwel aus vergangenen Zeiten. 
Im Jahr 1902 komponierte und spielte der spanische Komponist Francisco Tárrega (1852-1909) ein Stück für die Gitarre mit einer kleinen Melodie, die laut Dr. Pop bis zu 30 Millionen mal am Tag (!!!) zu hören war – die allseits bekannte Melodie vom Nokia-Klingelton!
Die moderne Nokia-Version zu verlinken ist wohl nicht nötig, hier aber der Link zum Original: Gran vals – Francisco Tárrega
Gleich in der Sekunde 12 werden viele Smartphone-User instinktiv zum Telefon greifen… 😉

Und dieser Blog wäre nicht ein Mundharmonika-Blog gäb es nicht gleich hier die Tab für diese Melodie.
Einfach auf die Grafik klicken und Telefon spielen… 😉

 

 

 

Viel Spaß damit wünscht Reynhard

Gfrei Di Friday #21: „California Zaphyr“

Dieser Song ist eine Hommage der Country Legende Hank Williams an den gleichnamigen berühmten Fernzug, der als „Union Pacific Queen“ bezeichnet wird. Der Song beschreibt die Reise von Los Angeles  in Richtung Santa Fe, wobei die Geschwindigkeit und die Fahrt durch die Rocky Mountains besungen werden. Passend zur bevorstehenden Ferien- und Reisezeit…!

Erklärungen zur verwendeten Tabulatur findest du in diesem Post: "Die verwendeten Tabulaturen – kein Notenlesen nötig"

 

Gute Reise wünscht Reynhard

Morricone und die Mundharmonika

Einer der größten Komponisten in der Filmmusik war der Italiener Ennio Morricone (* 1928 † 2020), allen aus vielen Italowestern bekannt.
Seine Filmmusik und akustischen Hinterlegungen haben so manchen Film erst richtig in Richtung „Oscar“ katapultiert.
Und dabei bekam die Mundharmonika oft eine tragende Rolle!

Für uns Fans des kleinsten großen Instrumentes natürlich eine Ehre, und bei einem Blockbuster bekam der Hauptprotagonist sogar diesen Namen – also „Mundharmonika“.
Charles Bronson spielte den gleichnamige Fremden, die legendäre Melodie spielte aber Franco de Gemini.

Zu sehen und hören im Western „One upon a time in the west“, bei uns bekannt unter dem Titel „Spiel mir das Lied vom Tod“.
In der Originalfassung kam diese Floskel nie vor, aber das kennt man ja von den lustigen deutschen Namensgebungen und Übersetzungen verschiedenster Filme.


Wie auch immer – hier die wichtigsten drei Töne dieser Melodie. Zum Mitspielen im darunter verlinktem Video wäre eine Bluesharp in „G“ nötig:


Es ist also der Ziehton im Kanal 6, danach ein Bendington 1 Halbtonschritt im Kanal 6 und dann wieder der Ziehton.
Weiter gehts wieder mit Ziehtönen in Kanal 6 und 5, und dann die wohl schwieirgste Stelle: vom Ziehton Kanal 5 direkt in den Bendington Kanal 6. Und dann wieder der Ziehton Kanal 6 und Bendington…
Das wird ein paarmal wiederholt, mit kleinen rhythmischen Abwandlungen.

Hier der Song als YouTube- Video – klick auf das Bild öffnet das YouTube-Video…:


Viel Spaß beim „Jammern“ wünscht
Reynhard

… was mit Stimmzungen – das Akkordeon

Ein direkter Verwandter unserer Mundharmonika ist das Akkordeon.
Ist doch die Tonerzeugung sehr ähnlich: Luft bringt eine Stimmzunge zum Schwingen.
Bei der Mundharmonika sorgen wir mit geschulter Puste für Vibrationen, beim Akkordeon wird die Luft mit einem Balg bewegt.
Und auch die Stimmzunge, also was wir zum Vibrieren bringen und was dann die Luft zum Vibrieren bringt und… – auch diese Stimmzunge haben Mundharmonika und Akkordeon gemeinsam.
Und seitdem die Mundharmonikamanufaktur Seydel die Edelstahl-Stimmzungen eingeführt hat ist sogar das Material dieser flachen Tonerzeuger identisch.

Also was liegt hier näher als das Akkordeon in den Verwandtschaftstand zu erheben und dementsprechend zu würdigen.

Und da folgen wir auch den LandesmusikrätInnen der deutschen Musikschulen, die das Akkorden zum „Instrument des Jahres 2026“ gekürt haben.
Mehr dazu in diesem Artikel des NDR:Weltenbummler Akkordeon: Das Instrument des Jahres 2026
Aus diesem Artikel stammt auch der alles-aussagende Satz: „Mit jeder Bewegung seines Balgs atmet es Musik.“ – schön 🙂

Und ist damit noch nicht genug gesagt sei auch voller Stolz eine neue Liederbuchserie meines Songbook-Verlages „songbooks.info“ angekündigt: Akkordeon Songbooks
Der erste Band ist bereits erhältlich, inklusive Bonusmaterial für Kunden der PDF: 30 Seemannslieder für das Akkordeon

 

Also lassen wir die Stimmzungen schwingen und feiern das Instrument des Jahres und die Geburt einer neuen Songbook-Serie…!